Orvieto und sein Gebiet
Őnogastronomie
Die gastronomische Tradition des Gebiets von Orvieto ist eng verbunden mit der hohen Qualität der Produkte. Wegen der besonderen Geschicklichkeit der Bewohner in der Küche ist heute Orvieto Mitglied der sog. „Slow Städte“ Italiens.
Unter den zahlreichen Produkte dieses Gebiets (in der Nähe von Montecchio) finden wir ein reines fruchtiges Olivenöl, dessen Säuregehalt fast Null ist.
Waldfrüchte sind sehr bekannt und sie gehören zu fast jedem Volksfest, wie z. B. die Kastanien in Melezzole Camerata und Montecchio, die das Gütezeichen DOP bekommen haben. Pilzen sind praktisch überall in den Wäldern um Orvieto zu finden, besonders bei Selva di Meana und dem Berg Peglia. Sie werden in den Soßen und auf Croutons – oft zusammen mit Pilzen – verwendet.
Unter den kuriosesten Speisen ist die sog. „gallina ubriaca“ (d.h. betrunkene Henne), deren Hauptingrediens der gute Wein von Orvieto ist. Weitere traditionelle Speisen sind: lumachelle (hausgemachte Pasta in der Form einer Schnecke); cicale (eine Art Krapfen mit Kürbisblumen), tortucce (frittierte pasta) und Kringel mit Anisett.
Eine besondere, gebotene Erwähnung geht natürlich auf den klassischen Orvieto DOC Wein, einer der berühmtesten Weißweine in der Welt. In der Vergangenheit haben viele Dichter und Künstler diesen ruhmreichen Wein geliebt; er wurde in den typischen Kellern aus Tuffstein gelagert. Im Gebiet werden außerdem so genannte „Meditationsweine“ produziert, die mit vom „Edelschimmel“ geschadeten Trauben angefertigt sind.
Ein neues DOC Gebiet befindet sich bei dem Corbara See, wo gute Rotweine produziert werden. Orvieto und seine Gegend ist schon längst wegen der Weinproduktion bekannt: Etrusker tauschten Wein gegen andere Lebensmitteln um; später, im Mittealter, war der Künstler Signorelli, der diesen Wein als Gut in einem Verkaufsvertrag erwähnte. Der Volksdichter Pasquino widmete dem Papst Paul V ein Sonett, in dem der Wein von Orvieto eine wichtige Rolle spielte.


